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Die Dürre und das Geld

Der heißeste und trockenste Sommer seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen! Und kein Ausreißer, sondern in einer vollkommen logisch nachvollziehbaren immer schnelleren Erderwärmung. Was heißt das für unsere BäuerInnen, euch als Freunde und KundInnen und uns als Milchkandl? Ganz konkret erstmal höhere Preise.

Warum? Wir haben unsere Preise jetzt zwei Jahre lang nicht angehoben und erhöhen sie jetzt um ca. 6 % im Schnitt der Produkte. Und dann haben wir uns entschlossen, unseren beiden Milchbauern ab September 10 Cent mehr für jeden Liter Milch zu zahlen. Denn sie müssen Futter zukaufen, mussten Tiere unter Wert verkaufen und können daher nicht mehr so viel Milch verkaufen, wie sie eigentlich zum Überleben verkaufen müssten! Der Preisunterschied macht für die Bauern jeweils nur etwa 350 bis 400 Euro im Monat aus – Geld, das sie aber dringend brauchen, um zumindest die verbleibenden Tiere durchzufüttern. Für unsere KundInnen bedeutet es im Durchschnitt etwa 20 Cent mehr, die ein Produkt jetzt kostet. Wir sind uns sicher, dass das gut investierte 20 Cent sind. Denn indem wir die regionale Landwirtschaft erhalten, erhalten wir Sicherheit, erhalten wir Produkt- und Lebensqualität – und erhalten wir Arbeitsplätze.

Glauben wir bitte nicht, dass dieser Sommer eine Einzelerscheinung war oder ist. Der Klimawandel ist da, hier, jetzt und bei uns zu Hause! Was sind die einfachsten und wichtigsten Dinge, die wir sofort verändern können und die viel bringen:

  • Ehrlich regionale und saisonale Lebensmittel kaufen, am besten Bio (schont den Boden) und direkt vom Bauern, z. B. am Markt
  • Öffentliche Verkehrsmittel nutzen, Fahrgemeinschaften bilden. Wenn’s ein neues Auto sein muss, dann ein elektrisches.
  • Keine Flugreisen. Europa mit der Bahn zu erkunden ist wunderschön.
  • Kleider und Schuhe, am besten europäische, im Geschäft kaufen, nicht im Internet.
  • Wo es geht raus aus Öl und Gas zu Hause, thermisch sanieren, am besten Wärmepumpe installieren.
  • Regenwasser nicht durch den Kanal ins Meer schicken, sondern zumindest genug für den eigenen Garten sammeln.

Was frustrierend sein kann: Vieles, was wir jetzt an Vermeidung machen, wird erst in ein bis zwei Generationen spürbare Erleichterungen bringen. Eure Kinder und Kindeskinder werden es euch danken. Denn: Dieser Sommer war einer der kühlsten – der nächsten Jahrzehnte.

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